Autism Hope

Na das war eine Über­ra­schung! Das Bild bekommt einen Ehrenplatz…wo ver­ra­te ich im Blog­ar­ti­kel über den Ter­min im Ministerium…

Autism Hope ist der ein­zi­ge pri­va­te Ver­ein für Fami­li­en die von Autis­mus betrof­fen sind in der Repu­blik Moldau.

Gegrün­det 2019 in Bal­ti hat­te er bin­nen eines hal­ben Jah­res bereits 55 Mit­glie­der. Meschen aus weit ent­fern­ten Dör­fern mel­de­ten sich über Face­book und woll­ten, trotz der gro­ßen Distanz die Mit­glied­schaft erwerben. 

Die Grün­der Lola und Alex­an­dru Gor­ba­tii haben selbst eine Toch­ter, die Autis­tin ist. Bega­bung liegt in Sprachen. 

Durch das eige­ne Erle­ben der The­ma­tik und dem nicht akzep­tie­ren wol­len, grün­de­ten die Eltern »Autism Hope«. 

Unser ers­tes Ken­nen­lernref­fen im Janu­ar 2020 war nicht geplant. 

Ich hat­te damals das Appar­te­ment ums Eck und es ergab sich. 

Ich war, wie so oft in die­sem fas­zi­nie­ren­den Land, beein­druckt was durch Eigen­in­itia­ti­ve bis dahin schon ent­stan­den war:

Man hat­te ein paar unge­nutz­te Räu­me eines Kin­der­gar­tens ange­mie­tet, die­se reno­viert und mit Hil­fe einer NGO aus Eng­land lie­be­voll möbliert. 

Es ist ein Ort des Zusam­men­kom­mens – statt aus Scham, Sor­ge und man­geln­der Unter­stüt­zung zuhau­se zu bleiben. 

Alle lei­den nicht wirk­lich unter der Anders­ar­tig­keit ihrer Kin­der! Wenn man genau hin­sieht lei­den sie unter gesell­schaft­li­cher Ausgrenzung. 

Chan­cen ‑jeg­li­cher Art, bün­deln sich über­wie­gend in der Haupt­stadt Chisinau. 

Des­we­gen zie­hen die meis­ten jun­gen Men­schen dort hin. Wenn sie denn im Land bleiben.

In der geschäf­ti­gen Haupt­stadt, in der man fast ver­gisst, dass man sich in einem Ent­wick­lungs­land befin­det, kon­zen­trie­ren sich die Ressourcen: 

Regie­rung, Wirt­schaft, Arbeits­plät­ze, medi­zi­ni­sche und sozia­le Versorgung. 

So sind wäh­rend der Covid Kri­se eini­ge Fami­li­en und Ver­eins­mit­glie­der von Bal­ti nach Chi­si­nau umge­zo­gen, um bes­se­re Unter­stüt­zung für ihre Kin­der zu erhalten. 

Wir ken­nen es: 

Vie­le wich­ti­ge Ange­bo­te konn­ten und kön­nen nicht wie gewohnt auf­recht erhal­ten werden:

unse­re Kin­der kön­nen nicht wie gewohnt ihre Bil­dungs­ein­rich­tun­gen besu­chen (Kitas, Kin­der­gär­ten, Schu­len aber auch Musik- und Sport-Vereine); 

die Ver­tei­lung der Lebens­mit­tel bei unse­rer Part­ner­ein­rich­tung der Sozi­al­sta­ti­on in Vereje­ni muss­te vor­über­ge­hend ein­ge­stellt werden 

und wenn The­ra­pie­an­ge­bo­te den Kin­dern mit Autis­mus nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen, hat dies beträcht­li­che Aus­wir­kun­gen auf deren Wohl­be­fin­den und Entwicklung.

Ich freue mich, dass ich Autism Hope Des­in­fek­ti­ons­mit­tel, Mas­ken, Zahn­putz­täsch­chen, Ein­mal­hand­schu­he und Scho­ko­la­de über­rei­chen konn­te. Aus der letz­ten Hilfs­lie­fe­rung beka­men sie noch Windeln. 

Ich habe mich jedes Mal gequält, nicht noch mehr geben und tun zu können. 

Ich woll­te unbe­dingt vor der zwei­ten Coro­na­wel­le per­sön­lich vor Ort sein, unse­re Ver­bun­den­heit sicht­bar machen. Und ja, auch ich habe sie gespürt und erlebt. 

Ich freue mich mei­nen Blick­win­kel geän­dert zu haben. Im Aus­tausch mit Freun­den zuhau­se und in Mol­dau habe ich es gelernt: dank­bar sein, nicht ver­glei­chen, nicht in Män­geln den­ken, nicht hadern und sich über den Moment freuen:

Über einen gesel­li­gen Abend mit inter­es­sier­tem Aus­tausch. Mal wie­der über den Ver­ein, das Pro­jekt Autism Hope, über die Kin­der, über Erfol­ge, über unse­re Plä­ne spre­chen. Wir haben nicht nur ernst gespro­chen, haben gelacht und nach Coro­na sehen wir uns wieder. 

Ich freue mich, geben und neh­men zu dürfen. 

Von gan­zem Her­zen dan­ke ich allen Freun­den und Unter­stüt­zern in Deutschland!

Dan­ke Autism Hope, ihr seid uns allen Hoff­nungs­schim­mer und Inspiration!

Dan­ke Altair‑Z, Ceci­lia & Mihail Graur für euer groß­ar­ti­ges Vor­bild und Lebenswerk.

Dan­ke Pavel Cur­co­vici, der mein ste­ter Beglei­ter in Mol­dau ist und ohne des­sen Geduld ich die­ses lie­bens­wer­te Land nie so tief­grün­dig ver­ste­hen und unter­stüt­zen könnte! 

Gemein­sam lässt sich alles lösen! 

vlnr Lola Gorbatii Autism Hope Gründerin und Ärztin, Alliona Rusnac Direktorin Gehörlosen Vereinigung, Ursula Reisch Geschäftsführerin Land ohne Eltern, Eugenio Boiantev Altair Z, Luiba und D. Autism Hope
vlnr Lola Gor­ba­tii Autism Hope Grün­de­rin und Ärz­tin, Allio­na Rus­nac Direk­to­rin Gehör­lo­sen Ver­ei­ni­gung, Ursu­la Reisch Geschäfts­füh­re­rin Land ohne Eltern, Euge­nio Boi­an­tev Alta­ir Z, Lui­ba und D. Autism Hope

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