Transparenz

Warum haben wir eine Hilfsorganisation gegründet?

Um zu huma­ni­tä­ren Zwe­cken zoll­frei in Mol­dau ein­füh­ren und Spen­den­be­le­ge aus­stel­len zu kön­nen.

Unse­re inne­ren Beweg­grün­de sind viel­fäl­tig, nach­zu­spü­ren in unse­rer Zita­te Samm­lung.

Warum haben wir eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) und keinen Verein gegründet?

Die für uns aus­schlag­ge­ben­den Grün­de sind Fle­xi­bi­li­tät, schnel­le­re Ent­schei­dungs­we­ge und die per­sön­li­che Haf­tungs­be­schrän­kung.

Wie werden Spendengelder verwendet?

Alle Hel­fer arbei­ten ehren­amt­lich und kos­ten­los, eben­so bezah­len wir Rei­se- und Ver­wal­tungs­kos­ten pri­vat.

Die Spen­den­gel­der wer­den aus­schließ­lich für die Pro­gramm Arbeit in der Repu­blik Mol­dau ver­wen­det.

Zu 100%.

Informationen zum Zoll

Immer wie­der sind Men­schen erstaunt über die sehr kom­ple­xe Abwick­lung mit dem Zoll in der Repu­blik Mol­dau. Hin­ter­grund sind die schlech­ten Erfah­run­gen mit soge­nann­tem Müll-Tou­ris­mus: Fir­men, die ihren Müll lie­ber nach Mol­dau fah­ren las­sen, statt ihn teu­er zu ent­sor­gen. Dies führ­te, für uns nach­voll­zieh­bar, zu den heu­ti­gen stren­gen Auf­la­gen.

Warum dürfen gebrauchte Kleidung und Schuhe nicht nach Moldau exportiert werden?

Bei Schu­hen möch­te man sich vor der Ein­schlep­pung von Seu­chen schüt­zen (bspw. die Vogel­grip­pe hät­te erheb­li­che Aus­wir­kun­gen auf Menschen/​Wirtschaft);

Bei gebrauch­ter Klei­dung geht es um das The­ma Müll­ver­mei­dung: der Zoll wird hier aus der Ver­ant­wor­tung genom­men, ent­schei­den zu müs­sen, ob die Gebraucht­klei­dung noch gut oder doch schon eher Müll ist und damit nicht eige­führt wer­den darf. Was für den einen noch gut erhal­ten ist, ist für den ande­ren nur noch weg­zu­wer­fen. Ein über­flu­te­ter Gebraucht Klei­der­markt wür­de aus­ser­dem der ohne­hin schwa­chen Wirt­schaft scha­den.

Wir begrü­ßen kla­re Regeln die Kor­rup­ti­on vor­beu­gen.

Sachspenden

Welche Sachspenden nehmen wir an?

Auf­grund der, Coro­na-bedingt, aus­ge­setz­ten Hilfs­lie­fe­run­gen, kön­nen wir der­zeit nur nach vor­he­ri­ger Abspra­che Sach­spen­den anneh­men.

Welche Sachspenden können wir grundsätzlich nicht annehmen?

Sach­spen­den, die zoll­recht­lich ver­bo­ten sind oder zu teu­er im Trans­port: gebrauch­te Beklei­dung und Schu­he, Sperr- oder Son­der­gut (bei­spiels­wei­se Fahr­rä­der, Kin­der­wä­gen, Glas­vi­tri­nen).

In welchem Zustand sollen sich Sachspenden befinden?

Für die Weih­nachts­päck­chen Akti­on muss die Ware nicht neu sein, aber abso­lut sau­ber, voll­stän­dig, funk­ti­ons­fä­hig ‑sprich neu­wer­tig.

Was passiert mit Sachspenden, die wir nicht verwenden können?

Beklei­dung, die wir zoll­be­dingt nicht nach Mol­dau brin­gen kön­nen, füh­ren wir unse­ren Ehren­amt­li­chen zu, die dar­aus Zahn­putz-Täsch­chen und seit 2020 Mund­schutz­mas­ken nähen.

Spiel­wa­ren und deutsch­spra­chi­ge Bücher, ver­wen­den wir so gewinn­brin­gend wie mög­lich für die Kin­der in Mol­dau:

ent­we­der wer­den die­se am Floh­markt oder an einen Ankäu­fer wie bei­spiels­wei­se Shuuz oder Momox ver­kauft.

Das Geld geht zu 100% in die Pro­gramm-Arbeit für die Men­schen in Mol­dau.

Wirtschaftlichkeit von Hilfslieferungen

Wir gehen ver­ant­wor­tungs­voll mit den Spen­den­gel­dern um und dazu muss die Sach­spen­de wirt­schaft­lich sinn­voll sein.

1 Kubik­me­ter Trans­port von Hilfs­gü­tern per Spe­di­ti­on kos­tet ca 70 Euro.

Ein gut erhal­te­ner Kin­der­schreib­tisch nimmt zu viel Raum im Last­wa­gen und ist für unter 70 Euro im Land selbst erhält­lich.

Statt 70 Euro in den Trans­port zu inves­tie­ren, kau­fen wir damit in Mol­dau Grund­nah­rungs­mit­tel für eine 4‑köpfige Fami­lie für einen Monat.

Warum kontrollieren wir die Weihnachts-Päckchen?

Weil wir ver­ant­wort­lich sind für die Rich­tig­keit der Zoll­pa­pie­re.

Des­wei­te­ren auch, damit nicht ein Kind ein »Luxus-Päck­chen« und das Kind dane­ben ein Päck­chen mit sehr wenig oder unpas­sen­dem Inhalt aus­packt.

Wir haben uns des­we­gen ent­schie­den soge­nann­te »Soll-Arti­kel« fest­zu­le­gen. Die­se fin­den Sie hier. Vie­le unse­rer Päck­chen­pa­cker sind ganz froh um die Lis­te, so fällt das Packen leich­ter.

Die Kin­der erhal­ten die Päck­chen häu­fig in Ein­rich­tun­gen und sehen was der ande­re bekommt. Hier ver­su­chen wir es mög­lichst gerecht zu gestal­ten, ohne dem Päck­chen­pa­cker zu enge Vor­ga­ben zu machen.

Wenn wir die Päck­chen kon­trol­lie­ren, pas­sen wir den Inhalt gege­be­nen­falls an.

In der Pra­xis bedeu­tet das, dass in jedem noch so lie­be­voll gepack­tem Päck­chen meist ein Soll­ar­ti­kel fehlt. Was fehlt ergän­zen wir, mit dem was wo anders zu viel ist.

Die­se Ent­schei­dung kom­mu­ni­zie­ren wir offen und stel­len die­se auch immer wie­der unter den Hel­fern, Part­nern und natür­lich auch in Mol­dau zur Dis­kus­si­on. Alle Betei­lig­ten tra­gen die­se Ent­schei­dung ganz ratio­nal: Je mehr Kin­dern wir eine Freu­de berei­ten, umso bes­ser! Vie­len Men­schen in Deutsch­land fehlt ‑nach­voll­zieh­ba­rer Wei­se- auch das Gefühl was ein schö­nes Geschenk für ein Kind in Mol­dau ist. Man darf hier nicht von unse­ren Maß­stä­ben aus­ge­hen und es ist unter Umstän­den sogar kon­tra­pro­duk­tiv, wenn das Kind Geschen­ke im Wert eines Monats­ge­hal­tes der Eltern erhält.

Bedeutung verwendeter Abkürzungen

MD Mol­dau

MDL Mol­dau Leu (Wäh­rung)

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